Doktorandinnen und Doktoranden

Ismail Küpeli

Ismail Küpeli M.A.

Politikwissenschaftler
Historiker


Raum: GAFO 02/376
Tel.: +49 (0)234/32-19862
Mail: Ismail.Kuepeli@ruhr-uni-bochum.de 

Zur Person:
2003 bis 2007: Politik- und Orientalistik (Bachelor) an der Ruhr-Universität Bochum. Thema der Abschlussarbeit: „Staatszerfall – Erklärungsmuster und Lösungsansätze“ (1,3).
Schwerpunkte: Internationale Politik, Politische Systeme des Nahen Ostens

2008 bis 2010: Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik (Master) an der Universität Duisburg-Essen. Thema der Abschlussarbeit: „Stabilisierung autoritärer Herrschaft: Das Fallbeispiel Aserbaidschan“.
Schwerpunkte: Friedens- und Konfliktforschung, Entwicklungstheorien, Demokratisierung

Derzeit: Promotion an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum („Die kurdischen Aufstände in der Türkei der 1920er und 30er Jahre“)

Forschungsschwerpunkte:
• Geschichte der modernen Türkei
• Gewaltpolitiken in Nation- und State-Building
• Türkische und kurdische Nationalismen
• Kurden in der Türkei

Dissertationsprojekt:
„Die kurdischen Aufstände in der Türkei der 1920er und 30er Jahre“

Der Konflikt zwischen dem türkischen Staat und der kurdischen Bevölkerung ist einer der entscheidenden Faktoren, die die Geschichte und Gegenwart der Türkei bestimmen. Die politische Debatten und Entscheidungen in vielen sehr unterschiedlichen Bereichen von der Bildungspolitik bis hin zur Außenpolitik lassen sich auf die sogenannte „Kurdenfrage“ zurückführen. Darüber hinaus ist der Konflikt für die geschichtliche Entwicklung und der aktuellen Lage des gesamten Nahen und Mittleren Ostens bedeutend. Dies nicht zuletzt dadurch, dass kurdische Bevölkerungsgruppen in vielen Staaten existieren und in vielen Staaten politisch relevante AkteurInnen hervorgebracht haben, wie etwa neben der Türkei in Syrien und im Irak.
Die Dissertation wird Geschichte des Konflikts zwischen der Türkei und der kurdischen Bevölkerung aufarbeiten und so entscheidend zum Verständnis der gegenwärtigen Konflikte beitragen. Denn bisher konzentriert sich die politische und wissenschaftliche Beschäftigung mit dem „Kurdenkonflikt“ auf die gegenwärtige historische Phase ohne eine historische Perspektive. So bleiben die Verbindungen zwischen der türkischen staatlichen Homogenisierungspolitik und den kurdischen „Aufständen“1 in den 1920er und 1930er Jahren vielfach unterbelichtet und die möglichen Auswirkungen dieser Entwicklung für die gegenwärtige politische Lage unbeachtet. Hier dagegen stehen die 1920er und 1930er Jahre als eine entscheidende Phase für die Entwicklung des türkischen Nationalstaats und ihrer Beziehung zu der kurdischen Bevölkerung im Zentrum der historischen Analyse.

Veröffentlichungen:
• (als Herausgeber) Kampf um Kobane – Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens. edition assemblage, Münster 2015.
• Nelkenrevolution reloaded? Krise und soziale Kämpfe in Portugal. edition assemblage, Münster 2013.
• Aserbaidschan - ein autoritärer Rentierstaat? Politik und Ökonomie unter dem Aliyev-Regime. Optimus Verlag, Göttingen 2013.

Online-Veröffentlichungen:

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