Doktorandinnen und Doktoranden

Alexandra Tcherkasski M.A.

Dr. des. Alexandra Tcherkasski

Judaistin
Jiddistin
Ostslavistin


Raum: GAFO 02/376
Tel.: (0)234/32-19862
Mail: alexandra.tcherkasski@ruhr-uni-bochum.de 


Zur Person:
2003 bis 2008: Studium an der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf und der Ruhr-Universität Bochum in den Fächern Jüdische Studien, Jiddische Kultur, Sprache und Literatur sowie Ostslavistik
2008: Erlangung des Magistra Artium mit der Magisterarbeit zum Thema "Das jüdische Schulwesen im Deutschland des 18. und 19. Jahrhunderts"
Derzeit: Doktorandin am Institut für Diaspora- und Genozidforschung


Forschungsschwerpunkte:
• Geschichte der Juden in der Sowjetunion
• Jiddische Sprache und Literatur
• Jüdisches Schulwesen in Deutschland im 18. und 19. Jahrhundert
• Holocaust in der Sowjetunion
• Nationalitätenpolitik in der Sowjetunion
• Geschichte des Shtetl in jiddischen Quellen und jiddischer Literatur
• Verfolgung, Gewalt und Überleben in jiddischer Erinnerungsliteratur


Dissertationsprojekt:
»Die Stellung der Holocausterfahrung im Rahmen der sowjetischen Erinnerungspolitik nach dem "Großen Vaterländischen" Krieg«
(Abgeschlossen. Die Disputation fand am 13.12.2019 statt)

Den Schwerpunkt der Arbeiten zum Dissertationsprojekt bildet die Hinterfragung des Konstrukts des "Großen Vaterländischen“ Krieges sowie der Wirkungen des unter diesem Begriff konstruierten Geschichtsbildes auf die Erinnerungspolitik in der sowjetischen Gesellschaft. In Berücksichtigung der Abhängigkeit zum einen von Regierungsperioden und außenpolitischen Ereignissen, zum anderen von den Ausrichtungen der sowjetischen Nationalitätenpolitik wird eine Typisierung der Stellung des Holocaust und der Juden in den offiziellen Geschichtsdiskursen verfolgt.
Der Blick wird unter anderem gerichtet auf die sowjetische Flüchtlingspolitik am Vorabend des 22. Juni 1941 und ihre Auswirkungen; die Politik hinsichtlich der sowjetischen Exterritorialen Minderheiten nach dem Zweiten Weltkrieg; und die Handlungsspielräume der regionalen Behörden und Ministerien in der Gestaltung des regionalen Gedenkens an die Kriegsopfer. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei nicht zuletzt der Kluft zwischen der offiziellen und persönlichen Erinnerung, dem öffentlichen und privaten Gedenken an die Kriegsopfer.


Veröffentlichungen:
• The Place in the Soviet Memorial Landscape of the Commemoration of Jews Murdered during World War II, in: War, Holocaust and Historical Memory. Proceedings of the 20th Annual International Conference on Jewish Studies. Vol. IV, Moscow 2013, S. 85-103.
• [mit Leonid Terushkin]: Soviet Jewish Community Strategies, Concerning Memory Perpetuation (Erection of Memorials to Jews-Fascism Victims Case Study), in: Bylye Gody vol. 29 (3), 2013, S. 69-74.
• The location of remembrance (memory) of the Nazi’s annihilation of Jews in the Soviet memorial landscape, in: History and Historians in the Context of the Time Nr. 9, 2012, S. 30-35.
• External and Internal Impact on Soviet Memorial Landscape Development by THE World War II, in: Bylye Gody vol. 25 (3), 2012, S. 82-89.
• The Soviet culture of memory of the World War II victims: development of memorial landscape, in: Peoples of the South of Russia in Patriotic Wars. Proceedings of the International Scientific Conference (6–7 September 2012, Rostov-on-Don), hrsg. von G.G. Matishov, Rostov-on-Don 2012, S. 448-455.

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