Publikationen: Aktuell

Mediterranean Other

Medardus Brehl / Andreas Eckl / Kristin Platt (Hgg.): The Mediterranean Other - The other Mediterranean, Paderborn: Wilhelm Fink/Ferdinand Schöningh 2019, 230 Seiten, 20 farb. Abb.

mit Beiträgen von Cristina Balma Tivola, Julia Blandfort, Medardus Brehl, Andreas Eckl, Paolo Giaccaria, Shlomo Lotan, Anna Piotrowska, Kristin Platt, Christopher Schliephake, Paul Silverstein, Anna Tozzi Di Marco, Felix Wiedemann.

mit Beiträgen von Cristina Balma Tivola, Julia Blandfort, Medardus Brehl, Andreas Eckl, Paolo Giaccaria, Shlomo Lotan, Anna Piotrowska, Kristin Platt, Christopher Schliephake, Paul Silverstein, Anna Tozzi Di Marco, Felix Wiedemann.

»Today, we particularly encounter the Mediterranean Other in the “refugee”. Scientific, political and public discourses on the Mediterranean are - continuously or most recently? - determined by hegemonial perspectives.

Considering other perceptions, interpretations and representations seems to be impossible in light of financial crises, the new South, blurring borders and unclear securities. The contributions in this volume dispute this form of thinking. The research papers do not only encourage the reader to critically examine current political developments. They also provide a framework for Mediterranean minorities, nongovernmental groups and diasporas in search of their own voice.«

Weiterlesen



Wichert, Lasse: Personale Mythen des Nationalsozialismus. Die Gestaltung des Einzelnen in literarischen Entwürfen, München: Wilhelm Fink 2018, 628 Seiten, 19 s/w Abbildungen (ISBN: 978-3-7705-6342-5)

Die Studie untersucht auf breiter Quellenbasis die politische Mythisierung historischer Herrschergestalten und zeitgenössischer Personen in der nationalsozialistischen Literatur.

Analysen der nationalsozialistischen Ideologie zeichnen häufig ein Bild, in dem der Einzelne gegenüber dem imaginierten Kollektiv der »Volksgemeinschaft« zurücktritt. Die Studie folgt dementgegen dem Befund, dass personenbezogene Mythen im Umfeld der nationalsozialistischen Bewegung einen hohen Stellenwert besaßen, und fragt nach den Funktionen und Funktionsweisen der personalen Mythen für die Rolle des Einzelnen. Mit Arminius, Friedrich dem Großen, Albert Leo Schlageter und Horst Wessel stehen Figuren im Fokus, die bisher meist nur unter dem Aspekt der Heldenverehrung betrachtet wurden. Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit ihrer Inszenierung in der Literatur unter dem Motiv einer politischen Bewusstseinswerdung und Persönlichkeitsentwicklung.

Weiterlesen



Medrow, Lisa: Moderne Tradition und religiöse Wissenschaft. Islam, Wissenschaft und Moderne bei I. Goldziher, C. Snouck Hurgronje und C. H. Becker, Paderborn: Ferdinand Schöningh 2018, 488 Seiten (ISBN: 978-3-506-78869-6).

Ist der Islam wissenschaftsfeindlich? Hat sich im Islam eine eigene Moderne und Wissenschaft entwickelt? Kann die islamische Wissenschaft Fehlentwicklungen der Moderne vermeiden oder ihr sogar als Vorbild dienen?

Das Verhältnis des Islams zu Moderne und Wissenschaft wurde um 1900 von führenden europäischen Islamwissenschaftlern kontrovers diskutiert. Ihre Arbeiten enthalten polemische Abwertungen, aber auch Annäherungen an den Islam und selbstkritische Überlegungen zur Wissenschaft in Europa. Die Autorin zeigt die Vielfalt der Auseinandersetzung beispielhaft an den Arbeiten von drei Gründungsvätern der Islamwissenschaft: Ignaz Goldziher, Christiaan Snouck Hurgronje und Carl Heinrich Becker. Damit liefert sie einen Einblick in die Entstehung der Islamwissenschaft, ihr Verhältnis zum zeitgenössischen Islam und die Internationalisierung der Wissenschaften.

Weiterlesen



Mihran Dabag / Kristin Platt: Verlust und Vermächtnis. Überlebende des Genozids an den Armeniern erinnern sich, Paderborn: Ferdinand Schöningh (2. Aufl.) 2016 (zuerst 2015)

100 Jahre nach dem Genozid an den Armeniern (1915/16) kommen in diesem Buch Überlebende zu Wort. Sie berichten von den Deportationen, von Todesmärschen, Hunger, unvorstellbarer Gewalt und bitteren Verlusten. In ihren biographischen Rückblicken suchen sie eine Einordnung für eine Erfahrung, die keine Worte kennt.
Die Lebensberichte wurden über einen längeren Zeitraum im Rahmen eines Oral History-Projekts aufgezeichnet und werden jetzt, nach dem Tod der Gesprächspartner, zum ersten Mal als Buch publiziert. Sie bezeugen den Verlust von Kindheit und Familie, von Hoffnungen und Zukunft. Doch gewähren sie auch einen Einblick in die Schwierigkeiten, einen Alltag zurückzugewinnen und ein Leben als Flüchtling zu bewältigen. Bestimmt werden die lebensgeschichtlichen Erzählungen dieser letzten Zeitzeugen vom «Gehen und Gehen» während der Deportation, das über von Leichen gesäumte Wege führte, das Hunger war und brutalste Gewalt.

Weiterlesen